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Ellens Air Base
Es war ein ruhiger warmer Sommerabend. Karen Sweeny war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Sie war müde und gestreßt. Also wollte sie ein wenig abschalten und setzte sich in ihren sorgfältig angelegten Garten. Die Luft war angenehm warm und die Vögel zwitscherten ihr Abendlied. Am Himmel zeigten sich die ersten Sterne.
Doch plötzlich durchbrach ein lautes pfeifendes Geräusch die Idylle. Karen schreckte hoch: Es war kein Laut mehr zu hören, weder die Vögel, noch die stetigen Geräusche die sonst von der Straße heraufklangen. Nichts- bis auf dieses Pfeifen..
Karen versuchte in ihr Haus zu laufen aber sie war wie gelähmt. Sie konnte absolut nichts tun. Sie versuchte zu schreien, aber kein Laut kam aus ihrer Kehle.
Das letzte, was Karen Sweeny sah, war ein helles gleißendes Licht und dann wurde es schwarz um sie...
Fox Mulder beugte sich hinunter um etwas vom Boden aufzuheben. Special Agent Dana Scully trat an die Seite ihres Partners und beäugte neugierig seinen Fund. Wie immer sah sie gepflegt und gestylt aus. Sie trug ein schlichtes, aber dennoch elegantes Kostüm. Sie war das exakte Gegenstück zu ihrem Partner. Er, derjenige, der an Außerirdische glaubte, und sie, diejenige, die immer nach wissenschaftlichen Antworten suchte.
"Was haben Sie gefunden Mulder?" fragte sie.
"Ich weiß nicht genau Scully, wonach sieht es denn für Sie aus? Also ich würde sagen, daß es für einen Garten wie diesen hier ein wenig wüst aussieht, so wie an dieser Stelle, hier ist ein riesiges Brandloch, als wäre ein Lagerfeuer angezündet worden."
"Ja, nur daß das hier kein Lagerfeuer gewesen sein kann, sondern es muß etwas viel heißeres gewesen sein. Vielleicht ein Blitz?"
"Nein, das können wir abhaken, gestern abend gab es kein Gewitter." erwiderte Ihr Partner
"Und wofür halten Sie das?" Er hielt ihr ein rundliches glasklares Objekt vor die Nase.
"Nun, Sie wollen mir sicher erzählen, daß das hier mal ein Glas war, nicht wahr, Mulder?"
"Nein Scully, ich denke es ist vielleicht Sand. Plastik ist es auf keinen Fall."
"Sand? Mulder, das hört sich ja an wie die Sache mit diesem Mädchen, nach der wir vor 3 Jahren gesucht haben. Wissen Sie noch? Da haben Sie auch Sand gefunden."
"Ja, ich erinnere mich, und genau danach sieht es auch für mich aus." konterte Mulder.
"Sie wollen mir doch nicht erzählen, daß Außerirdische hier am hellichten Tage eine Frau, die im Zentrum von Washington wohnt entführen und das auch noch, ohne daß jemand etwas davon mitkriegt? Nein, das kann ich nicht glauben! Wollen Sie wissen, was ich darüber denke?"
"Was denn?" Mulder grinste wie ein Schuljunge, welcher der Lehrerin einen Streich gespielt hatte. Er hatte diese Reaktion erwartet. Scully reagierte immer gereizt auf seine Annahmen, obwohl sie meist nicht so abwegig waren wie sie dachte.
"Ich glaube, daß diese Frau ganz einfach abgehauen ist. Die Nachbarn sagen doch, daß sie das Leben hier nicht gerade gemocht hat."
"Das erklärt aber nicht den Brandfleck. Und wieso hat sie nichts mitgenommen? Denken sie doch mal daran. Also, nein, abgehauen ist sie bestimmt nicht."
"Damit könnten Sie recht haben, aber das hat mich immer noch nicht überzeugt."
Dana drehte sich um und ging in das Haus des Opfers. Sie mußte sich unbedingt ablenken. Währenddessen befragte Mulder eine Nachbarin Karen Sweenys.
"Ich habe leider gar nichts gesehen, Sir." Die ältere Dame sah den FBI-Agenten unruhig an.
"Haben Sie vielleicht etwas gehört?"
"Ich weiß nicht. Ich habe TV geschaut und nichts ungewöhnliches bemerkt."
"Gut. Danke Mrs.Miller. Falls Ihnen noch etwas einfällt, dann können Sie mich unter dieser Nummer erreichen."
Er händigte Ihr seine Visitenkarte aus. In der Zwischenzeit durchsuchte Scully das Haus von Karen Sweeny. Nichts deutete auf eine Entführung oder einen Mord hin. Alles war aufgeräumt und sauber. Doch etwas störte sie. Im nächsten Moment fiel es Scully auf - die Stereoanlage war eingeschaltet. Als sie das Gerät berührte bekam sie einen leichten Stromschlag. Ohne den Schalter zu betätigen erlosch das Licht der Anlage und für einen kurzen Moment war ein irritierendes Geräusch zu hören. Ein hoher Frequenzton. Nach etwa 2 Sekunden erstarb auch der Ton und die Anlage war tot.
Mulder kam ins Haus gelaufen. Mit gezogener Waffe stürmte er in das Zimmer, wo Scully gerade ungläubig auf die Anlage starrte.
"Was ist passiert?" fragte Mulder, "Ich habe ein Geräusch gehört."
"Ich weiß es nicht ..." entgegnete Scully.
Fox Mulder saß in seinem Büro im Keller des Edgar J. Hoover Buildings in Washington. Er sah sich die Fotos des erst morgens besuchten Tatorts an. In Mulders Büro herrschte mal wieder das totale Chaos. Wie immer lagen überall lose Blätter herum und sein Schreibtisch quoll über vor Akten und Notizen. Dennoch schaffte es der FBI-Agent sich in diesem Durcheinander zurechtzufinden.
Scully betrat den Raum.
"Und Mulder, was haben Sie herausgefunden?"
"Bis jetzt noch nicht viel. Das Geräusch das sie gehört haben kann ich nicht erklären. Und auch sonst habe ich nichts weiter gefunden. Ich beharre immer noch auf meiner Meinung von heute morgen."
Scully verdrehte die Augen. Mulder würde sich nie ändern. Seit sie ihn kennengelernt hatte, redete er immer von UFOs, Außerirdischen oder Verschwörungen. Sicher, es ließ sich auch dadurch erklären, daß seine Schwester verschwand als er 12 Jahre alt war, aber sie mußte ihn wohl so akzeptieren wie er war.
"Und was ist mit diesem Sand?" fragte sie.
"Nun ja, ich habe es überprüfen lassen, es ist eindeutig Sand."
"Aber wie kann das sein? Dann müßten an diesem Ort ja unglaublich hohe Temperaturen geherrscht haben. Wie wollen Sie das bloß Skinner erklären?"
"Wir müssen es ihm erklären, wenn Sie ihn auf den Fall aufmerksam machen, vergessen Sie das nicht. Und wenn Sie mich fragen, ich würde es ihm am liebsten nicht erklären müssen."
"Was?" Scully glaubte ihren Ohren nicht zu trauen.
"Na ganz einfach, wir untersuchen hier doch eine Entführung oder nicht? Das mit den Aliens wird erst mal unter uns bleiben. Wir brauchen zuerst Beweise."
"Wow, sie überraschen mich Mulder. Sie suchen nach Beweisen?"
"Scully, jetzt fangen Sie nicht schon wieder mit diesem Thema an. Ich will herausfinden was mit Ihnen und Samantha geschehen ist. Das tue ich schon mein ganzes Leben. Und wenn ich hier Beweise finden könnte, wäre schon mal ein erster Schritt getan." Mulder wurde wütend. Es war immer das gleiche mit Scully. Sie wollte ihn einfach nicht verstehen. Um nicht noch mehr Zeit zu verschwenden nahm er sein Jackett und verließ den Raum. Scully blieb allein in Mulders Büro zurück. Sie wollte nicht, daß dies passierte, soweit hätte es gar nicht kommen sollen. Sie unterschätzte manchmal wirklich wie sensibel Mulder sein konnte. Um sich wieder auf die Arbeit zu konzentrieren, beschloß sie den Tatort nochmals aufzusuchen.
Als Scully endlich kurz nach Null Uhr zu Hause ankam bemerkte sie, daß Mulders Wagen vor ihrem Miethaus parkte. Er würde wohl oben auf Sie warten. Sicher hatte er neue Informationen. Schnell stieg sie die Treppen zu ihrer Wohnung hinauf.
Als sie die Tür aufschließen wollte, bemerkte sie Blut am Handknauf. Schnell ging sie in die Wohnung. Sie fand Mulder auf dem Fußboden. Er hatte scheinbar eine Stichwunde im Magenbereich.
"Mein Gott, Mulder." Sie beugte sich über ihn. "Mulder, was ist passiert?" Doch er antwortete nicht. Er war blaß und fast ohne Bewußtsein. Er sah sie mit glasigen Augen an, dann verkrampfte sich sein Körper wie im Fieberwahn. Er zitterte. "Mulder, bleiben Sie wach! Sie dürfen jetzt nicht einschlafen." sagte Scully sanft und streichelte seinen Kopf. Im nächsten Moment war Mulder aber schon bewußtlos. Sie rief schnell einen Krankenwagen.
Ein Arzt berührte Scully sanft am Arm. Sie schreckte hoch.
"Was ist? Ist er wach?" fragte sie verschlafen.
"Ja, Mrs. Scully. Er ist gerade aufgewacht. Es geht ihm relativ gut. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Er wird bald wieder auf den Beinen sein. "
"Danke"
Schnell lief sie in das Krankenzimmer ihres Partners. Mulder sah blaß aus.
"Hi. Und wie geht es Ihnen?"
"Scully! Es geht mir ganz gut. Wirklich! Mir ist nur noch etwas schwummerig."
"Ist schon okay. Was ist denn passiert?" Sie wußte, daß es ihm ganz und gar nicht so gut ging, aber er wollte nun mal wieder den Starken mimen.
"Ich war gerade auf dem Weg zu Ihnen, als mich zwei Männer in Ihrer Straße abpaßten. Den einen habe ich schonmal gesehen, ich bin mir ganz sicher. Sie sagten, wir sollen die Finger von diesem Fall lassen. So wie damals, als mich Deep Throat warnte, wissen Sie noch, unser zweiter Fall?"
"Ja, mit diesem Piloten, Budahas, wenn ich mich recht erinnere. Mulder, wenn die unbedingt wollen, daß wir von diesem Fall wegbleiben, dann muß doch etwas dran sein, meinen Sie nicht auch?"
"Ja, aber was?"
"Ich war gestern noch mal am Tatort. Ich habe dort herausgefunden, daß Karen Sweeny an einem Bericht über Ellens Air Base gearbeitet hat. Und der fiel nicht gerade positiv aus." berichtete Scully.
"Ellens Air Base? Das klingt ja gut. Erinnern Sie sich an diese Lichter, die wir damals dort sahen?"
"Ja, und ich erinnere mich nur zu gut daran, wie ich Sie aus dem Schlamassel wieder rausholen mußte in den Sie sich reingeritten hatten."
"Ja, tut mir leid. Aber ich bin sicher es war es wert. Noch schöner wäre es natürlich, wenn ich mich auch nur an etwas von damals erinnern könnte. Hören Sie, wann kann ich wieder hier raus?"
"Der Arzt meint, etwa eine Woche sollten Sie hierbleiben."
"Eine Woche? Das ist doch nicht ihr Ernst, oder?"
"Oh doch Mulder. Mit Sicherheit. Also, ich lasse Sie jetzt noch ein bißchen ausruhen. Wir sehen uns morgen." Ohne sich auf weitere Diskussionen einzulassen stand sie auf und verließ das Zimmer.
Seit zwei Tagen lag Mulder jetzt schon in diesem miesen Krankenhaus herum. Zwar hatte Scully ihn jeden Tag besucht, doch er brannte darauf, endlich hier rauszukommen. Er fühlte sich schon wieder topfit, was natürlich auch an den Medikamenten liegen konnte, doch er wollte nicht länger warten. Der Fall ließ ihm keine Ruhe. Schnell zog er sich Zivilkleidung an und verließ das Krankenhaus über die Treppe. Dort war immer am wenigsten los. Das hatte sich gezeigt, als man damals Direktor Skinner überrumpelt hatte. Ohne großes Aufsehen schaffte er es, sich ein Taxi zu rufen.
Zuhause angekommen packte er ein paar Sachen ein und buchte einen Flug nach Idaho. Scully wäre sowieso nie damit einverstanden gewesen. Um sie nicht zu erschrecken, hinterließ er ihr eine Nachricht auf seinem Computer, so wie damals, als er sich auf den Weg zum Nordpol machte, um diesen Klonmörder zu suchen.
Scully war gleich nach der Arbeit ins Krankenhaus gefahren. Als sie Mulders Zimmer betrat, fand sie nur ein leeres Bett vor.
"Schwester, wo ist Agent Mulder?"
"Wer?" fragte die Schwester ungläubig.
"Der Mann der in diesem Zimmer lag, wo ist er?" rief Scully aufgeregt.
"Keine Ahnung, tut mir leid Ma`am".
Schnell lief sie zu ihrem Wagen. Sie hatte schon eine Ahnung wo Mulder war.
Etwa 20 Minuten später klopfte sie an die Tür des Hauptquartier der Lone Gunmen, einiger "Freunde" von Mulder, die oft mehr Unsinn von sich gaben, als den beiden Agenten zu helfen.
Frohike öffnete gleich die Tür. Obwohl seine Liebe zu Scully abgekühlt war, war er immer noch ein aufdringlicher Kerl.
"Guten Tag Agent Scully. Schön Sie mal wieder zu sehen. Was führt Sie denn zu uns?" fragte er. Wie immer trug er schmuddelige Klamotten, eine 3-Tage Bart und hatte ungewaschene Haare. Ganz im Gegensatz zu seinem Mitarbeiter Byers. Dieser war immer gepflegt und trug Anzüge. Scheinbar fühlte er sich damit wie ein echter Agent. Er bat Scully herein. Als sie den Raum betrat, der mit allem möglichen vollgestopft war, erblickte sie Langly. Der sah aus wie ein Schauspieler aus Waynes World. Lange blonde Haare und eine dicke Hornbrille.
Sie nickte allen schnell zu und wandte sich an Byers, der noch am seriösesten wirkte: "Ich suche Agent Mulder. War er zufällig bei Ihnen?"
"Nein, tut mir leid." erwiderte Byers. Er war freundlich wie immer, bis auf dieses eine Mal, als er Scullys 20 Dollar Schein zerlegte, nur um ihr zu zeigen, daß sich ein Metallband darin befand.
"Nun, dann ist er wohl bei sich zu hause. Vielen Dank, meine Herren." Sie wandte sich um und wollte gehen, doch Frohike rief ihr nach.
"Oh Gott, was kommt denn jetzt wieder?" murmelte Scully.
"Sehen Sie Agent Mulder heute noch?"
"Höchstwahrscheinlich ja. Ich hoffe es zumindest" antwortete sie, doch im Stillen glaubte sie nicht so recht an das, was sie gerade von sich gegeben hatte.
"Gut, dann könnten Sie ihm das vielleicht mitbringen." Er gab ihr einen großen Umschlag. Er war schwer. Es schien irgend etwas metallisches darin zu sein.
"Was ist das?"
"Tut mir leid Agent Scully. Streng vertraulich." grinste Frohike.
"Und wenn ich es einfach öffne?" fragte sie herausfordernd.
"Bitte Agent Scully, wir vertrauen ihnen genauso wie Agent Mulder. Es betrifft ihn persönlich. Er weiß, daß wir immer ein Siegel auf unseren Briefen anbringen." erwiderte Frohike.
Scully drehte den Umschlag um. Tatsächlich. Es prangte groß und breit das Logo der Lone Gunmen. Diese Typen waren ja so paranoid!
"Gut, ich werde ihn nicht öffnen. Vertrauen Sie mir." schnell ging sie aus der Tür. Sie konnte aber ein grinsen nicht unterdrücken.
Mulder stand vor dem 3 Meter hohen Zaun des Militärgeländes. Gleich nach seiner Ankunft am Flughafen hatte er sich einen Wagen gemietet und war hierher gefahren.
"Tja, das Loch im Zaun haben sie inzwischen geflickt." Mulder mußte lächeln. Jetzt redete er schon mit sich selbst. Im Moment konnte er nicht mehr tun als warten, doch er war sich sicher, diesmal etwas zu finden ohne erwischt zu werden. Er erinnerte sich nicht an viel, was er damals hier gesehen hatte, nur an 2 Jugendliche, die hier durch den Zaun geschlüpft kamen und an die Lichter die er mit Scully über dem Gelände hatte schweben sehen.
Er setzte sich in seinen Wagen und behielt die Air Base genau im Auge. Seine Kamera lag neben ihm auf dem Beifahrersitz. Zwei Stunden später hörte Mulder Motorengeräusche. Kamen Sie von der Air Base oder von der Straße her? Mulder konnte es nicht genau sagen. Wie hätten die ihn auch so schnell finden können?
Da sah er es. Ein riesiges Licht erhellte plötzlich den Himmel. Es waren keine Geräusche mehr zu hören. Nur ein schriller Hochfrequenzton. Mulder griff zu der Kamera. Er schoß ein Foto von dem Ding, was auch immer es sein mochte. Der Ton wurde immer unerträglicher. Plötzlich explodierte der Lichtball und tauchte alles in blauweißes Licht. Dann fuhr ein Feuerball in den Boden der Militärstation. Danach herrschte wieder Ruhe als wäre nichts gewesen. Das einzige was noch an das Ereignis erinnerte war ein verkohltes Stück Rasen. Aber Mulder sah das nicht mehr. Gleich nachdem er das Foto geschossen hatte, hatte er das Bewußtsein verloren...
Scully öffnete die Tür zu Mulders Appartement. Nachdem sie 2 mal geklingelt hatte, hatte sie beschlossen die Wohnung zu durchsuchen. So langsam machte sie sich Sorgen um Ihren Partner. Als sie die Wohnung betrat, sah sie, daß der Computer eingeschaltet war. Ein Feld blinkte "Message waiting". Schnell klickte sie es an und las die Nachricht:
"Scully, ich bin ohne sie unterwegs, weil ich Sie nicht in meine privaten Sachen mit hineinziehen möchte. Ich möchte Ihr Leben nicht unnötig aufs Spiel setzen. Bitte versuchen Sie nicht mich zu finden."
Das konnte doch einfach nicht wahr sein! Jetzt ging das ganze schon wieder los. Sie hatte Mulder schon einmal am Nordpol suchen müssen, nachdem sie eine solche Nachricht auf seinem Computer gefunden hatte. Doch diesmal wußte sie noch genauer wo sie zu suchen hatte: Ellens Air Base.
Mulder kam langsam wieder zu sich. Er hatte immer noch diesen Ton in den Ohren und mörderische Kopfschmerzen plagten ihn. Langsam öffnete er die Augen, nur um sie danach gleich wieder zu schließen. Grelles Licht blendete ihn. Er zwang sich seine Augen offen zu halten um wenigstens etwas zu erkennen. Langsam setzten sich die Schatten zu einem Bild zusammen. Er befand sich in einem weißen Raum der von hellen Lichtern beleuchtet wurde. Mulders erster Gedanke war, daß er sich vielleicht in einem UFO befinden könnte, aber UFOs hatten wohl keine Handschellen in ihrem Utensil. Diese hielten Mulder nämlich davon ab seinen Stuhl zu verlassen. Also mußte er sich immer noch auf Ellens Air Base befinden. Plötzlich hörte er ein Geräusch. Er drehte sich langsam um. Hinter ihm stand ein weiterer Stuhl. Darauf saß eine Frau mittleren Alters. Mulder erkannte die Frau sofort: "Hey! Können Sie mich hören? Miss, wo sind wir hier?" Doch die Frau reagierte nicht. Sie schien unter Drogen zu stehen.
"Verdammt!" Mulder versuchte aufzustehen aber er wußte, daß es sinnlos war.
Scully war bereits auf dem Weg zur Air Base. Sie hatte die Hälfte des Weges hinter sich. In der Stadt hatte sie sich erkundigt: Mulder hatte sich nirgends ein Zimmer gemietet. Aber das hatte gar nichts zu sagen. Sie kannte Mulder gut genug. Er würde sich auch die ganze Nacht in seinem Wagen aufhalten und die Augen immer schön gen Himmel richten. Und doch machte sie sich Sorgen um ihn. Er hätte noch nicht einmal aus dem Krankenhaus entlassen werden dürfen und jetzt turnte er womöglich über irgendwelche Zäune oder schlimmeres. Sie hoffte ihn an der Air Base zu finden. Als sie um die nächste Kurve bog, sah sie einen Wagen. Sie hoffte, daß es Mulders Wagen war. Schnell lief sie zu dem Auto hinüber. Aber niemand war weit und breit zu sehen. Im Wagen lag eine Kamera. Diese war allerdings zertrümmert worden. Auf dem Rücksitz sah sie eine kleine Reisetasche. Schnell öffnete sie diese. Im Innern fand sie T-Shirts, eine Taschenlampe und - Mulders FBI Ausweis. Seinen Wagen hatte sie also gefunden. Nur wo war er?
Mulder wußte nicht wie lange er jetzt schon hier rumsaß. Alle Versuche die Frau zu wecken, die er für Karen Sweeny hielt, waren fehl geschlagen. Plötzlich hörte er Geräusche. Irgend jemand öffnete die Tür. Herein traten zwei Army-Soldaten. Ohne ein Wort zu verlieren zerrten sie Mulder aus dem Raum. Draußen erinnerte nichts mehr an ein UFO, viel mehr an eine Krankenstation. Die Männer brachten Mulder in einen weiteren Raum. Der schien eher als Büro zu dienen. Mit gezogener Waffe gaben die Soldaten Mulder den Befehl, sich auf einen Stuhl zu setzen. Am anderen Ende des Büros befand sich eine zweite Tür. Diese öffnete sich und ein gepflegter Mann in Anzug und mit Brille betrat den Raum. Mulder erkannte ihn sofort. Es war einer der Kerle, die ihn niedergestochen hatten. Er war also auf dem richtigen Weg. Aber seine momentane Situation ließ nicht darauf schließen, daß er den Fall wohl auf diese Weise lösen könnte.
"Sieh an, Agent Mulder. Sie hatten wohl nicht genug von unserem kleinen Besuch neulich Abend. Sie sollten lieber auf das hören, was wir Ihnen sagen." sagte der Kerl.
"Denken Sie, daß Ihre blöden Spielchen bei mir etwas nützen? Sie sollten doch wissen, daß ich mich nicht durch Drohungen abschrecken lasse." erwiderte Mulder trotzig.
"Da haben Sie wohl leider Recht. Zu Schade, daß Sie sich an unser letztes Zusammentreffen nicht mehr erinnern. Dabei war das doch sehr nervenaufreibend. Sagt Ihnen der Name Paul Mossinger etwas?"
"Nein, sollte er?"
"Oh ja! Ihre Partnerin war so nett mich als Geisel zu nehmen. Na? Kommt die Erinnerung wieder? Oh, -nicht? Ich sehe schon, wir haben damals gute Arbeit geleistet." Mossinger grinste Mulder an.
"Sie Schwein! Sie haben mir das angetan! Sie arroganter Idiot! Wissen Sie, was Sie damals angerichtet haben? Zwei Jahre harte Arbeit waren dahin!"
"Wie schön für Sie. Wie ich sehe haben Sie wieder aufgeholt."
"Hören Sie, was soll das hier? Ich bin nicht hier um Ihre Fragen zu beantworten. Was wollen Sie?"
"Von Ihnen? Von Ihnen möchte ich garnichts Agent Mulder." erwiderte Mossinger arrogant.
"Und warum erzählen Sie mir das dann alles?"
"Ganz einfach, es ist schön zu sehen wie sich die Menschen anstrengen sich an etwas zu erinnern, was sie sowieso bald wieder vergessen werden."
"Das ist doch sinnlos!" versuchte Mulder Mossinger zu überzeugen "ich habe nichts gesehen. Der Eingriff wird unnötig sein."
Doch Mossinger ließ sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Er zog eine Spritze aus der Tasche. Mulder wehrte sich nach Leibeskräften.
"Behalten Sie doch Ruhe. Alle Aufregung nützt nichts. Sie kommen hier nicht weg."
Mulder spürte, wie die Spritze in seinen Arm eindrang. Kurz darauf bemerkte er ein taubes Gefühl in Armen und Beinen. Aber noch hatte er seine Erinnerung. Und er war nicht bereit sie sich nochmals nehmen zu lassen....
Scully geriet so langsam in Panik. Mulder war seit 26 Stunden verschwunden. Sie wußte, daß ihr Partner alles versucht hatte um sie zu retten, als sie von Duane Barry entführt wurde. Aber was sollte sie tun? Zu der Air Base hatte sie keinen Zutritt. Und wenn sie ihn nicht irgendwie erlangen könnte, dann stünde ihr der selbe Horror wie vor zwei Jahren bevor.
Mulder fühlte sich müde. Er wollte nur noch schlafen. Aber das war genau das, was diese Kerle von ihm wollten, also versuchte er, noch ein wenig durchzuhalten. Inzwischen hatten ihn Ärzte auf einen Operationstisch gelegt und bereiteten den Eingriff vor, welcher es ermöglichte bestimmte Erinnerungen aus dem Gehirn zu löschen. Dieses Verfahren wurde jetzt schon nahezu 50 Jahre angewandt und bis jetzt hatte man nie wieder irgend etwas von vermeindlichen UFO-Opfern der Ellens Air Base gehört. Die Prozedur war einfach und effektiv. Niemand konnte je eine Information aus der Air Base verraten. Mulder überlegte fieberhaft, wie er aus dem Zimmer entkommen könnte. Er wartete bis die Ärzte das Zimmer verlassen hatten. Mit bleischweren Lidern sah er sich in dem Raum um. Scheinbar gab es keine Kamera oder Fenster in diesem Raum. Mit letzter Kraft richtete er sich auf. Er setzte langsam einen Fuß auf den Boden. Er durfte jetzt keinen Fehler machen. Er versuchte sich so leise wie möglich zu bewegen, doch durch die Beruhigungsspritze war jede Bewegung die er machte sehr anstrengend. Langsam stand er auf. Er taumelte, und stieß gegen den Wagen mit den Operationsinstrumenten. So schnell wie es ihm möglich war faßte er an den Wagen und hielt ihn fest, daß er nicht umkippen konnte. Noch hatten die Ärzte scheinbar nichts bemerkt. Sie besprachen draußen wohl die Operationsprozedur. Mulder griff sich ein Skalpell von dem Besteckwagen und bewegte sich leise auf die Tür zu. Er mußte irgendwie an den Ärzten vorbeikommen. Alles drehte sich vor ihm doch er war nicht bereit aufzugeben. Er nahm all seinen Mut zusammen und stürzte nach draußen. Er stolperte und krachte gegen den Türrahmen. Die Ärzte schreckten hoch. Derjenige, der Mulder am nächsten stand drehte sich um und griff Mulders Arm. Dieser wehrte sich so gut er konnte, doch die Spritze hatte ihre volle Wirkung jetzt erreicht. Bevor er etwas unternehmen konnte, spürte er einen weiteren Stich und dann wurde es schwarz um ihn.
Scully versuchte inzwischen immer noch die Lone Gunmen davon zu überzeugen, daß einer von Ihnen einen Ausweis fälschen sollte und in die Air Base eindringen sollte und Mulder da raus zu holen.
"Bitte Leute, das wird doch nicht so schwer sein, ihr habt Mulder und mich schon mal in so eine komische Station reingebracht. Es geht um Mulders Leben!"
"Mrs Scully, das ganze ist nicht so einfach wie sie denken, die Fälschung eines Ausweises mit so hohem Sicherheitsstandard bedarf Zeit" erwiderte Byers.
"Na dann beeilt euch eben! Ich denke, wenn Mulder einmal eure Hilfe gebraucht hat, dann sicher jetzt!"
"Okay, Okay, wir tun was wir können." sagte Frohike.
"Ich danke euch. Ich melde mich in einer Stunde wieder, wir können dann einen Treffpunkt vereinbaren"
Scully legte auf. Jetzt mußte sie nur noch warten und dann das Richtige tun, um ihren Partner da raus zu holen.
Etwa eine halbe Stunde später klingelte Scullys Handy.
"Frohike? Sind Sie das?" fragte sie erwartungsvoll.
"Nein, ich denke nicht Mrs. Scully. Vielleicht erinnern sie sich an meinen Namen? Paul Mossinger."
"Mossinger? Das gibt's doch nicht! Sie Schwein wagen es hier anzurufen?" fragte Scully erbost.
"Oh, ich dachte, Sie hätten meinen Anruf schon sehnsüchtig erwartet. Sie wissen doch sicher, um was es geht oder?"
"Nun sagen Sie schon was sie wollen."
"Sie tragen da etwas bei sich, das uns gehört, glaube ich. Einen Umschlag. Sie haben ihn wahrscheinlich von drei höchst suspekten Personen erhalten, deren Aktivitäten wir schon seit längerer Zeit verfolgen.
"Möglich." antwortete Scully.
"Gut. Dann treffen wir uns morgen früh. Ich melde mich noch mal."
"Halt! Warten Sie!" Aber Mossinger hatte schon aufgelegt. Also hatte Scully nicht mehr viel Zeit. Sie mußte handeln, bevor die Mulder aus der Air Base rausschaffen wollten. Sie wählte die Nummer der Lone Gunmen. Es meldete sich Langly.
"Scully. Hören Sie Langly, ich brauche den Ausweis so schnell wie möglich! Ich habe gerade einen Anruf bekommen, die wollen Mulder in ca. 4 Stunden aus der Air Base rausschaffen, wenn wir was tun wollen, dann jetzt."
"Gut, wir können in ca. 2 Stunden bei Ihnen sein Scully. Alles weitere liegt dann bei ihnen." Antwortete Langly.
Zwei Stunden später klopfte es an Scullys Hotelzimmer. Sie öffnete schnell die Tür und erwartete, daß Frohike vor ihr stehen würde. Doch statt dessen blickte sie direkt in das Gesicht von Paul Mossinger. Schnell zog sie ihre Waffe.
"Was wollen Sie hier?" fragte sie.
"Nun, Agent Scully, ich denke Sie haben etwas, was uns gehört." antwortete Mossinger.
"Ich will zuerst wissen, wo Agent Mulder ist." schrie Scully.
"Es geht ihm gut. Und denken Sie nicht im Traum daran, das gleiche zu versuchen wie vor 2 Jahren, dieses mal habe ich mich vorbereitet. Da hinten steht ein Scharfschütze, dessen Pistole genau auf Ihren Kopf gerichtet ist."
Mossinger konnte natürlich lügen, doch Scully wollte nicht riskieren, daß durch ihre Unvorsichtigkeit Mulder etwas zustoßen würde.
"Schön, und was wollen Sie jetzt?" fragte Scully.
"Wir treffen uns in genau 2 Stunden am Eingang der Air Base. Ich denke Sie kennen den Weg noch. Bringen Sie bitte den Umschlag mit. Wir werden dort den Austausch vornehmen. Und keine Dummheiten Agent Scully! Ich habe dort mehr Männer postiert, als Sie sich vorstellen können." Mossinger drehte sich um und ging. Scully sah nervös auf ihre Uhr. Wo blieben die Lone Gunmen nur?
Unruhig saß Scully auf dem Bett im Hotelzimmer. Sie konnte nicht glauben, wie langsam die Zeit verging. Die Lone Gunmen tauchten einfach nicht auf. Wenn sie nicht rechtzeitig hier sein würden, dann müßte sie Mossinger den Umschlag geben, nach dem er verlangt hatte. Da kam ihr die Idee, den Umschlag zu öffnen. Was konnte schon passieren? Sie konnte leicht einen neuen Umschlag besorgen und diesen dann verwenden. Sie griff nach ihrem Koffer, nahm den Umschlag und riß ihn auf. Darin befand sich ein metallener Zylinder. Er war nicht besonders groß. Er hatte ungefähr die Größe einer Videokassette. Aber er war schwer. Scully suchte etwas um dieses Ding zu öffnen. Als sie gerade ein Messer holen wollte, klopfte es an der Tür. Sie sah durch den Spion. Diesmal waren es endlich die Lone Gunmen.
"Kommen Sie schnell rein. Es könnte sein, daß wir beobachtet werden." flüsterte Scully den dreien zu.
"Agent Scully, was tun Sie hier?" fragte Byers erschrocken als er den Zylinder auf Scullys Bett liegen sah.
"Nun, ich wollte das Ding öffnen. Ich soll es Mossinger im Austausch gegen Mulder geben." Antwortete Scully erstaunt.
"Das wäre wohl nicht gut Ma´am. Der Inhalt dieses Zylinders ist hoch radioaktiv. Wir haben uns das ganze auf dem Röntgenbild angeschaut. Das eigentliche Objekt ist höchstens 5 cm groß." Erklärte Langly.
"Radioaktiv? Wieso haben Sie mir das nicht gesagt?" fragte Scully erbost.
"Wir wollten Sie nicht beunruhigen. Außerdem hätten wir es eigentlich niemandem erzählt, wenn Sie uns nicht dazwischen gekommen wären."
"Was soll das denn jetzt schon wieder heißen?" fragte Scully.
"Nun, wir müssen Sie bitten niemandem davon zu erzählen." antwortete Byers. Er war bemüht einen ruhigen Tonfall zu haben um Scully nicht noch mehr aufzuregen. Sie hatten alle eine schwere Nacht vor sich.
"Wenn Du am Tor der Air Base angekommen bist, zeige nur den Ausweis. Falls diese Leute irgend welche Fragen stellen versuche auszuweichen. Du darfst auf keinen Fall Aufsehen erregen." erklärte Frohike.
"Das weiß ich doch. Und was macht Ihr so lange ich da drin bin, vorausgesetzt die ganze Aktion klappt?" fragte Byers.
"Wir werden an der Stelle warten, an der Scully und Mulder damals die fliegenden Objekte beobachtet haben. Wir können dann gleich das Fahrzeug wechseln und verschwinden."
"Gut, dann lassen Sie uns fahren." Scully stand auf. Wenn diese drei Typen noch länger für ihre Besprechung brauchten, dann könnte es zu spät sein.
Langly lenkte den Wagen vorsichtig den sandigen Weg entlang. Es dauerte keine 10 Minuten bis sie an der Stelle angekommen waren an der sie den Treffpunkt vereinbart hatten. Kurz vorher hatten sie sich von Byers getrennt, der nun versuchte in die Air Base zu gelangen und Mulder zu finden. Er hatte einen Ausweis der ihn als Doktor mit den entsprechenden Sicherheitsstufen auswies, was ihm wohl den Zutritt zu der Station verschaffen dürfte, wo man Mulder vermutlich festhielt. Verschafft hatten Sie sich die Informationen von einem früheren Mitarbeiter bei Area 51, den Sie über das Internet schon seit einiger Zeit kontaktierten.
Am Tor angekommen hielt es Byers fast nicht mehr aus vor Spannung. Am liebsten wollte er umdrehen und wieder zu den anderen zurückfahren, doch dann hatten sie keine Chance mehr Mulder zu helfen. Scully hätte sicher die Nerven gehabt dies durchzuziehen, aber er....! Andererseits hätte eine Frau zu viel Aufsehen erregt. Ein Soldat trat an Byers Wagen heran.
"Ihren Ausweis bitte, Sir." Sagte dieser bestimmend.
Byers zog den gefälschten Ausweis aus der Tasche seines Jacketts und betete zu Gott, daß er keinen Fehler gemacht hatte.
"Darf ich fragen in welchem Auftrag Sie hier sind Doktor Wulf?" fragte der Soldat.
"Nun, ich wurde herbeordert um mich um einige Zivilisten zu kümmern, die hier vielleicht versuchen könnten einzudringen." Antwortete Byers. Etwas anderes war ihm einfach nicht eingefallen. Er hielt die Luft an, als der Soldat prüfend den Ausweis betrachtete. Dann aber gab er ihn zurück. Byers fiel ein Stein vom Herzen.
"Ich wünsche noch einen schönen Tag Sir"
Schnell fuhr er durch das nun geöffnete Tor. Das war ja noch mal gut gegangen. Er hoffte nun nur noch den richtigen Weg in den Hangar zu finden.
Frohike, Langly und Scully hatten über Funk den Wortwechsel zwischen Byers und dem Soldaten mitverfolgt. Nun atmeten sie alle erleichtert auf.
"Wow, ist nochmal gut gegangen." stieß Langly erfreut hervor. Frohike konzentrierte sich dagegen auf den Bildschirm der vor ihm stand. Sie hatten Byers Anzug mit einer Mini-Kamera versehen. Scully hatte sich zwar ein Lächeln verkneifen müssen, doch scheinbar war das für die drei das normalste der Welt. Also was die Technik betraf, hatten diese drei paranoiden Typen fast mehr zur Verfügung als das FBI. Sie sahen wie Byers langsam auf den Hangar zufuhr. Als er zu einem Parkplatz kam trauten sie ihren Augen kaum.
"Seht Ihr was ich gerade sehe?" fragte Byers über Funk.
"Ja. Verdammt, was machen wir jetzt?" antwortete Frohike.
"Ich werde versuchen diesen Wagen aufzuhalten. Denkt ihr reden reicht?" Sagte Byers mehr zu sich selbst und stieg aus dem Wagen. Was er gerade gesehen hatte entsprach nicht so sehr seiner Vorstellung die er sich vor seinem Eindringen hier gemacht hatte. Mulder wurde gerade aus dem Hangar gebracht. Er war bewußtlos. Zwei Soldaten trugen ihn gerade auf einen Wagen zu, der bereit stand ihn wahrscheinlich zu dem Treffpunkt für die Übergabe zu bringen.
"Guten Abend. Darf ich fragen, was sie mit diesem Mann vorhaben?" fragte Byers die Soldaten scheinheilig.
"Nun Sir, wir haben die Order diesen Mann an den Eingang zu bringen, Sir" sagte einer der Soldaten, der Byers für einen seiner Vorgesetzten hielt.
Plötzlich hatte Byers eine Idee. Er hatte einen Arztkoffer in seinem Wagen, welchen ihm Frohike aufgedrängt hatte, er meinte, das würde den Effekt noch verstärken, falls der Wagen durchsucht werden würde. In diesem Koffer befand sich auch ein KO-Spray, das Langly unter all dem Utensil versteckt hatte. Er griff nach dem Koffer und wandte sich den Soldaten zu:
"Ja, ich weiß um was es geht. Sehen Sie denn nicht, daß der Mann gleich wieder zu sich kommt? Er muß auf jeden Fall in der Narkose bleiben. Einen Moment, ich werde ihm etwas verabreichen." Er öffnete den Koffer und zog schnell das KO-Spray heraus. Er sprühte es den beiden Soldaten ins Gesicht. Diese kniffen die Augen zusammen und bevor sie ihre Waffen ziehen konnten, waren sie schon bewußtlos.
Mossinger hörte im Hangar, daß die beiden Soldaten sich mit jemandem unterhielten. Schnell rannte er auf den Eingang zu, nur um dann noch zu sehen, wie Byers den Puls der beiden Soldaten überprüfte und dann Mulder hochhievte, um ihn in seinen Wagen zu setzen.
"Wachen! Wir haben einen Eindringling! Setzt sofort eure Hintern in Bewegung und kommt zum Ausgang der Halle 7!" schrie er in sein Funkgerät.
Byers hörte den Lärm und sah Mossinger auf sich zukommen. Schnell legte er Mulder auf den Rücksitz des Wagens und fuhr los.
"Sofort die Ausgänge sperren! Lassen Sie niemanden durch! Ich wiederhole! Die Ausgänge sperren! " schrie Mossinger in das Walkie Talkie.
"Verdammt!" sagte Scully und sprang auf. "Was tun wir jetzt? Wie soll Byers verdammt noch mal da raus kommen?"
"Er wird es schaffen!" sagte Langly mit echter Überzeugung.
"Ach ja? Und wie? Jetzt werden sie beide töten." Tränen traten in Scullys Augen. Aber mehr aus Wut als aus Furcht.
"Byers wird einen Weg finden" sagte auch Frohike....
Byers erinnerte sich, einen Ausgang gesehen zu haben, der nicht mit richtigen Gittern versehen war. Wenn er jetzt keinen Fehler machte, konnte er wahrscheinlich mit dem Wagen leicht durch den Maschendrahtzaun fahren, sofern das Tor nur mit einer Kette verschlossen war. Er bog scharf nach rechts ab und bemerkte, daß schon ca. 5 Fahrzeuge hinter ihm her fuhren. Er beschleunigte den Wagen, und hoffte, daß das was er da vor sich sah das Tor war, von dem er vorher vermutet hatte, daß es ein Ausgang war. Nur Sekunden später prallte er gegen den Zaun. Einen Moment blieb er benommen sitzen, nur um dann zu bemerken, daß der Wagen immer noch mit unverminderter Geschwindigkeit über ein Feld raste. Er hatte es also geschafft! Er war aus dem Geländer der Air Base entkommen. Die Fahrzeuge die ihn verfolgten fuhren aber nach wie vor hinter ihm her. Er mußte sie nun unbedingt abhängen. Ein Nachteil war natürlich, daß er sich hier keineswegs auskannte. Also versuchte er nur, das Auto halbwegs ruhig zu halten, und nicht irgend einen Abhang hinunterzustürzen der vielleicht irgendwo vor ihm auftauchen könnte.
"Er ist draußen!" schrie Frohike und starrte den Bildschirm an auf dem man sah, daß Byers scheinbar ziellos auf einem Feld herumfuhr.
"Oh mein Gott! Er hat es geschafft! Ich wußte es!" sagte Langly.
Doch Scully blieb ernst: "Aber die anderen sind immer noch hinter ihm her" . Sie hatte das Funkgerät an sich genommen und gerade von Byers erfahren, daß sein Wagen scheinbar immer langsamer wurde.
"Byers sagt, der Wagen hätte sich wahrscheinlich beim Durchbrechen des Zaunes einen Schaden geholt." erklärte Scully den beiden anderen.
"Dann müssen wir eben eingreifen und ihnen helfen. Ich bin sicher, daß die Militärfahrzeuge nicht 3 Wagen gleichzeitig verfolgen können. Wir werden nun in unsere Wagen steigen und Byers und Mulder da raus helfen!" sagte Frohike überzeugt.
"Na dann los! " entschied Scully.
Byers fuhr so schnell er konnte, doch die Militärfahrzeuge kamen immer näher. Diese waren eben für ein solches Gelände ausgerüstet, nicht so wie er, mit seinem alten Karren hier. Doch dann kam die erlösende Nachricht, daß Scully und die anderen auf dem Weg zu ihm waren. Jetzt mußte er ihnen nur noch irgendwie erklären, wo er war...
"Byers sagt, er sei auf einem großen Feld, und vor sich, in ca. 100 m Entfernung würde sich ein großer Hügel erheben" meldete Frohike der hinten im Wagen saß.
"Okay, das da vorne könnte es sein!" sagte Langly und lenkte in einen kleinen Feldweg.
Als sie ca. 50 m gefahren waren, sahen sie schon, was sich auf dem Feld abspielte. Die Militärfahrzeuge waren dem Wagen von Byers schon gefährlich nahe. Also fuhr Langly schnell auf das Feld und nahm Kurs auf die Fahrzeuge des Militärs. Scully, die mit ihrem Wagen hinter den beiden Fuhr, tat es ihm gleich. Schnell teilten sich die Fahrzeuge des Militärs auf. Nun verfolgten nur noch 3 Wagen Byers. Aber das würde auch nicht viel helfen. Selbst wenn ihn nur ein Wagen erwischen würde, hätten sie keine Chance, da er keine Waffen bei sich trug. Mulder war noch immer nicht bei Bewußtsein.
"Okay Byers, hör mir zu:" teilte Frohike über Funk mit "Du wirst jetzt zum Treffpunkt fahren, du mußt dich immer links halten, wenn Du dort angekommen bist, fährst Du auf die Straße und in die Stadt, dort kannst Du die Fahrzeuge sicher irgendwie abhängen. Wir werden Dir folgen. Los! Mach schon!"
Byers zog nach links, und Scully und Langly taten es ihm gleich. Sie versuchten alle auf eine Höhe zu kommen, oder zumindest alle hintereinander in eine Reihe. Nach unzähligen Karambolagen mit einigen Militärfahrzeugen gelang ihnen das auch. Die Straße wurde inzwischen so schmal, daß die Militärs auch hintereinander fahren mußten, was einen großen Vorteil für Scully und Co. bedeutete. Als sie die Straße erreichten, drehten plötzlich die Militärfahrzeuge ab. Sie blieben stehen.
"Was passiert denn jetzt?" fragte Scully über Funk.
"Keine Ahnung. Wir müssen auf jeden Fall weg von hier!" antwortete Byers. Für seine Geschmack war das Maß an Action auf jeden Fall schon lange überschritten. Also rasten sie in die Stadt, auf der Suche nach einem sicheren Ort.
"In Ihr Motelzimmer können wir auf keinen Fall zurück, Agent Scully" bemerkte Langly.
"Ja, das mit Sicherheit. Ich habe auch nichts dort zurückgelassen..." sagte Scully beiläufig. Sie war gerade dabei Mulder zu untersuchen. Sie wußte, was sie mit ihm gemacht hatten, aber doch wollte sie wissen, ob er nicht noch andere Verletzungen davongetragen hatte.
"Ich glaube es geht ihm gut. Nur daß er sich an nichts mehr erinnern wird." Sagte Scully zu Frohike, der mit sorgenerfülltem Gesicht neben ihr stand. Er nickte und machte sich daran, Mulders Kleider zu untersuchen.
"Was soll denn das Frohike?" fragte Scully erstaunt.
"Nun, ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum die uns so einfach gehen ließen, und ich habe nur eine Erklärung dafür, die müssen irgendwo eine Wanze oder einen Sender angebracht haben, und ich denke, die einzige Möglichkeit war, an Mulders Kleidern irgend etwas zu befestigen."
"Mhm, das könnte natürlich sein...ich glaube wir sollten ihn umziehen und dann so schnell wie möglich hier verschwinden." Sagte Scully und begann, Mulder ein paar Kleider zusammen zu suchen.
"Und was ist mit dem Zylinder?" fragte Byers "Was ist, wenn sie diesen aufspüren können? Ich meine, wenn sie den Zylinder wollen, dann können sie doch bestimmt auch ihn irgendwie finden."
"Oh nein! Wir haben ihn sorgfältig untersucht Byers. Und außerdem ist das wahrscheinlich der Beweis für außerirdisches Leben. Ich werde ihn nicht hier zurücklassen." entgegnete Frohike.
In diesem Moment wurden alle von einem hellen Licht angestrahlt. Ein Hubschrauber hatte sich ihnen genähert und es seilten sich mehrere Soldaten aus dem Helikopter ab. Schnell waren die 5 umstellt. Mossinger stieg als letzter aus dem Hubschrauber und wandte sich an Scully.
"Ich sagte ihnen doch, daß wir sie im Auge behalten würden. Sie haben doch wohl nicht geglaubt, daß sie mit ihre unüberlegten Taktik hier Erfolg haben würden? Und hier mitten auf einem Landweg halt zu machen war auch nicht gerade schlau. Oh, wie ich sehe haben sie schon die Wanze entdeckt." Er bückte sich, und hob Mulders Armbanduhr hoch. Scully starrte diese ungläubig an.
"Was wollen sie nun tun?" fragte sie vorsichtig.
"Nun, wie ich schon sagte, der Austausch findet nur gegen Übergabe dieses Zylinders statt!" Mossinger zeigte auf den Gegenstand in Byers Hand.
"Nein!" schrie Frohike, doch er wagte es nicht sich gegen Mossinger zu erheben, zumal ca. 5 Waffen auf ihn gerichtet waren. Also starrte er den Kerl nur zornig an.
"Sie haben hier gar nichts zu melden, Mister! Wir können es uns schwer machen, und sie alle hier erschießen, oder sie machen es sich selbst leicht und geben uns einfach den Zylinder." eröffnete Mossinger.
Scully war nun die erste die etwas zu sagen wagte: "Na schön. Sie bekommen den Zylinder. Aber wenn Sie nicht in 5 Minuten hier verschwunden sind, dann schwöre ich ihnen, daß die ganze Welt erfahren wird, was sie hier in dieser Einöde treiben! Verlassen sie sich darauf!"
"Alles nur leere Drohungen! Wenn ich sie hier erschieße, dann können Sie nichts erzählen. Aber das wird nicht nötig sein. Es wird ihnen sowieso niemand glauben.
Wachen! Holt mir alle technischen Geräte aus den Wagen! Und durchsucht alles auf versteckte Videofilme oder Bänder."
Eine Stunde später saß Scully wieder in ihrem Wagen und war auf dem Weg zum Flughafen. Frohike, Byers und Langly hatten sich entschieden, noch einige Stunden in der Stadt zu bleiben und die zertrümmerten Geräte wieder einigermaßen in Gang zu bekommen. Scully glaubte aber nicht, daß sie Erfolg haben würden. Mulder war immer noch nicht zu sich gekommen. Er lag auf der Rückbank ihres Wagens. Kurz bevor sie den Flughafen erreichten wachte er auf. Scully fuhr auf einen Parkplatz und stieg aus. Sie öffnete die hintere Wagentür und setzte Mulder langsam auf.
"Na, wie geht es ihnen denn?" fragte sie behutsam.
Er stöhnte leise "Als hätte man mich durch einen Fleischwolf gedreht Scully." er versuchte zu lächeln. Dann sah er sich um und fragte:
"Wo sind wir eigentlich? Ich kenne diesen Flughafen....."
"Ja, das kann ich mir vorstellen. Mulder, wir sind am Idaho Airport. Sie haben vor 2 Tagen beschlossen einen kleinen Ausflug zur Ellens Air Base zu unternehmen. Und sie wurden wieder erwischt...."
"Ich.....ich kann mich nicht daran erinnern Scully." er seufzte "Es tut mir leid Scully,...wenn ich Sie schon wieder in Schwierigkeiten gebracht habe....ich....es tut mir leid."
"Schon gut Mulder, sie müssen jetzt erst mal wieder richtig zu sich kommen.....sie wissen ja noch nicht mal was alles passiert ist....."
Einige Stunden später kamen die beiden Agenten in Scully´s Appartment an. Sie hatte darauf bestanden, daß Mulder die Nacht bei ihr blieb. Wer wußte schon, welche Nachwirkungen ein solcher Eingriff hatte.....Mulder löcherte sie allerdings ständig mit Fragen, und so nahm sie an, daß es ihm schon wieder recht gut ging.
"Und Mossinger hat Sie kontaktiert? Woher wußte er denn daß Sie hier sind?"
"Ich habe keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, was in diesem Zylinder war. Aber ich nehme an, daß es so etwas ähnliches war wie das Teil, daß sie auf diesem Flug der von Aliens übernommen wurde verloren haben...der Fall Max Fennig"
"Oh, sie wissen das noch?" fragte Mulder erstaunt.
"Sicher, sie lagen mir ja noch 3 Wochen danach damit in den Ohren. Ich enthalte mich aber weiterhin meiner Meinung was die Aliens betrifft.....und ich möchte jetzt auch nicht diskutieren Mulder."
"Okay, okay....und was nun? Wir haben immer noch keine Spur von Karen Sweeny." räumte Mulder ein.
"Ich weiß....und wir könnten jetzt wirklich mal einen Hinweis gebrauchen....Skinner hat mich schon 2 mal auf dem Handy angerufen und wollte wissen, was wir da treiben" sagte sie genervt.
"Was treiben wir denn?" grinste Mulder.
"Oh, keine Ahnung. Fachsimpeln über Flugzeugentführungen von UFO´s. Genau die Art von Gespräch die ich gerne vermeide....." grinste Scully.
"Sie sind ja heute so offen...." bemerkte Mulder schelmisch.
Scully wurde wieder ernst: "Ich habe mir wirklich große Sorgen um Sie gemacht. Bitte tun Sie so etwas nie wieder."
"Oh Scully. Ich, es, es tut mir leid..." Mulder rückte etwas näher an Scully heran. Er legte seine Hand auf die ihre. Sie sahen sich einige Zeit in die Augen, dann stand Scully auf.
"Ich denke wir sollten so was nicht tun Mulder." sagte sie entschlossen.
"Sie haben recht. Die Skeptikerin kommt wieder zum Vorschein. Kann man eine Affäre mit einem Kollegen denn wissenschaftlich beurteilen? Ich glaube nicht Scully. Liebe ist relativ. Einsteins große Nachricht für alle Liebenden. Dennoch wäre es doch in dieser Situation unangemessen......" er mußte lachen.
"Oh Mulder! Sie müssen noch unter Drogen stehen" sie verdrehte die Augen. Dann lachten sie beide. Plötzlich klopfte es an die Tür:
"Wer ist da?" rief Scully immer noch lachend.
"Skinner" antwortete es laut.
Mulder und Scully sahen sich an. Das dufte nicht wahr sein. Was suchte er hier? Scully ging zur Tür und öffnete.
"Guten Abend Sir." sagte sie überrascht.
"Agent Scully, ich muß dringend mit ihnen über ihren Fall reden." Als er das Zimmer betrat bemerkte er Mulder auf der Couch. "Oh, " sagte er erstaunt "dann habe ich mir ja den Weg zu Ihnen gespart."
"Was ist denn los, Sir?" fragte Mulder. Man sah ihm immer noch an wie müde er war. Skinner unterzog ihn einem prüfenden Blick und sagte dann: "Ihnen wurde der Fall entzogen an dem Sie beide gerade arbeiteten. Order von ganz oben."
Mulder sah Scully ungläubig an. "Was?" fragte Scully.
"Sir, wir waren so nah an einer Lösung" sagte Mulder.
"Ich würde es begrüßen, wenn Sie mir keine weiteren Fragen darüber stellen würden. Wie ich schon sagte, ich habe auch meine Befehle." Er drehte sich um und wollte gehen, doch Mulder sprang auf und stellte sich ihm in den Weg.
"Sir, ich kann das nicht einfach so hinnehmen." versuchte er Skinner zu überzeugen.
"Gehen Sie mir bitte aus dem Weg." sagte Skinner bestimmt. Er war ein großer kräftiger Mann. Er konnte Mulder leicht unter Kontrolle bekommen. Und in dem Zustand Mulders schien ihm das auch kein großes Problem zu sein. Er öffnete die Tür und trat hinaus. Mulder wußte, daß es sinnlos war mit ihm zu streiten. Er kannte Skinner. Er gab nur Informationen preis, die er auch preisgeben wollte. Er würde die Informationen sogar mit ins Grab nehmen, wenn es sein mußte, um das Leben seiner Agenten zu schützen.
"Was tun wir jetzt Scully?" fragte Mulder.
"Was wir immer tun Mulder? Wir legen eine schöne X-Akte an und lassen den Fall ruhen." Sagte sie beruhigend.
"Mein Gott, warum passiert uns das dauernd? Wir haben wohl die mieseste Aufklärungsrate im ganzen Land." Mulders schwarzer Humor drang sogar in dieser Situation durch. Sie setzten sich auf die Couch und jeder versuchte auf seine eigene Art mit den Ereignissen der vergangenen Woche zurecht zu kommen......
Zwei Tage später saß Mulder in seinem Büro und tippte einen Abschlußbericht für den Fall:
"Auch eine Regressionshypnose brachte die Erinnerung der letzten zwei Tage der Ermittlung nicht zurück. Wieder wird dieser Fall ohne Beweise oder Erklärungen geschlossen. Die Akte X-974582021 wird zur weiteren Verwahrung den X-Akten zugeteilt. Der Fall ist ungelöst. Agenten im Einsatz
Fox Mulder, Dana Scully"
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